Sonntag, 7. Mai 2017

Rezension zu "Caraval" von Stephanie Garber


Autor: Stephanie Garber
Erscheinungsdatum: 20.03.2017
Verlag: Piper
Seiten: 400 Seiten
Preis: 14,99 €


Scarlett Dragna fürchtet sich vor ihrem Vater, dem grausamen Governor der Insel Trisda. Sie träumt davon, ihrem Dasein zu entfliehen und Caraval zu besuchen, wo ein verzaubertes Spiel stattfindet. Doch ihr Wunsch erscheint unerreichbar – bis Scarlett von ihrer Schwester Donatella und dem geheimnisvollen Julian entführt wird, die ihr den Eintritt zu Caraval ermöglichen. Aber ist Caraval wirklich das, was Scarlett sich erhofft hat? Sobald das Spiel beginnt, kommen Scarlett Zweifel. Räume verändern auf magische Weise ihre Größe, Brücken führen plötzlich an andere Orte und verborgene Falltüren zeigen Scarlett den Weg in finstere Tunnel, in denen Realität und Zauber nicht mehr voneinander zu unterscheiden sind. Und als ihre Schwester verschwindet, muss Scarlett feststellen, dass sich ein furchtbares Geheimnis hinter Caraval verbirgt ...


Am Anfang des Buches ist Scarlett ziemlich verschlossen, zurückhaltend und sehr vorsichtig. Im Laufe des Buches öffnet sie sich immer mehr und geht auch Risiken ein. Ihre Vergangenheit ist einfach nur furchtbar und sie hofft auf ein besseres Leben durch die Hochzeit mit dem Grafen. Scarletts Schwester Tella ist verschwunden und Scarlett kann sie nur finden, indem sie das Spiel beginnt. Es beginnt ein Wettlauf mit der Zeit für Scarlett und mit vielen anderen Hindernissen. Als Leser wusste man selbst nicht, was Realität und was Täuschung ist. Trotzdem hat es mich nicht ganz so sehr mitgerissen wie viele andere, z.B. auf Instagram.
Tella ist die risikofreudige, aufgeweckte Schwester, die alles dafür tun würde, um von der Insel und von ihrem Vater wegzukommen. Man merkt, dass Tella ein wenig naiv ist und immer an das Positive glaubt, auch wenn sie viel Schlimmes erlebt hat. Tella würde alles für ihre Schwester tun und an ein paar besonderen Stellen hat man das deutlich gewirkt.

Julian war mir nicht von Anfang an sympathisch, denn er wirkte ziemlich selbstsüchtig und hat nur an sein eigenes Wohlergehen gedacht. Im Laufe des Buches bekam man immer mehr Einblick in Julians Gefühlswelt und ich fing an ihn zu mögen. Trotzdem hatte er immer etwas zu verbergen und als Leser wollte man unbedingt wissen was das ist. Das Ende hätte ich so niemals erwartet und war erstaunt was für eine Rolle Julian in diesem Spiel gespielt hat.


Nach Ende des Buches habe ich als Leser einige Fragen und hoffe, dass es einen zweiten Teil geben wird. Sonst würde ich es ziemlich schade finden, wenn es so viele offene Fragen gibt, die nicht beantwortet werden. Manchmal fand ich das Ganze ziemlich verwirrend, aber ich fand es gut, dass selbst der Leser nicht mehr Realität und Täuschung unterscheiden konnte. Ich möchte gerne wissen wie es mit den einzelnen Charakteren weitergeht und bin ganz gespannt, ob es eine Fortsetzung gibt. Auf Instagram wurde das Buch regelrecht gehyped und nach dem Lesen muss ich sagen, dass ich es gut fand aber nicht so hingerissen wie viele anderen. Es war spannend, aber ich hatte nicht wirklich das Bedürfnis unbedingt weiterzulesen. Ich kann Caraval aber auf jeden Fall empfehlen, denn es ist wirklich interessant zu erfahren wie Scarlett und Julian sich in diesem Spiel schlagen und ob es auch wirklich nur ein Spiel ist. 


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