Mittwoch, 10. Mai 2017

Rezension zu "Good as gone" von Amy Gentry


Autor: Amy Gentry
Erscheinungsdatum: 27.2.2017
Verlag: C. Bertelsmann
Seiten: 320 Seiten
Preis: 12,99 €


Tom und Anna haben das Schlimmste erlebt, was sich Eltern vorstellen können: Ihre 13-jährige Tochter Julie wurde entführt, alle Suchaktionen waren vergebens, die Polizei hat den Fall längst zu den Akten gelegt. Acht Jahre später taucht plötzlich eine junge Frau auf und behauptet, die vermisste Tochter zu sein. Die Familie kann ihr Glück kaum fassen. Doch schon bald spüren alle, dass die Geschichte der Verschwundenen nicht aufgeht. Anna hegt einen furchtbaren Verdacht. Sie macht sich auf die Suche nach der Wahrheit über die junge Frau, von der sie inständig hofft, dass es ihre Tochter ist, die ihr gleichzeitig aber auch fremd erscheint und das gesamte Familiengefüge gefährlich ins Wanken bringt …


Ich finde man kam den Charakteren in diesem Buch nicht wirklich nahe. Ich konnte keine "Beziehung" zu den Charakteren aufbauen und das fand ich wirklich sehr schade. Man erfuhr nur was von Julies und Annas Gefühlen und das war mir auch persönlich zu wenig. 
Aber durch Annas Gedanken hatte man auch immer wieder Zweifel und ich habe ihre Sichtweise auch übernommen. Man konnte ihre Denkweise durchaus nachvollziehen und ich war wirklich gespannt auf das Ende. 
Ich kam in der Geschichte von "Julie" irgendwie nicht ganz durch und wollte daher auch immer mehr wissen. Das Ende hätte ich in dieser Art und Weise nicht erwartet, aber ich fand es wirklich ein sehr gelungenes Ende.


Mir hat in dem ganzen Buch irgendwie die Spannung gefehlt und das erwarte ich normalerweise bei einem Thriller. Trotzdem war die Geschichte sehr detailreich, wenn ich auch fand, dass es manchmal etwas zu übertrieben war. Ich hätte mir mehr Zugang zu den Charakteren gewünscht, denn dieser ist für mich leider zu sehr in den Hintergrund gerückt. Das Buch ließ sich sehr schnell lesen und der Schreibstil war sehr angenehm. Ich habe bisher noch nicht viele Thriller gelesen und ich kann mir denken, dass ein erfahrener Thriller-Leser dieses Buch schlechter bewertet als ich es tue. Auch wenn es nicht sonderlich spannend war, fand ich es an keiner Stelle langweilig. Ich würde dieses Buch empfehlen, wenn man gerade neu in das Genre Thriller einsteigt. Ich denke es wäre ein gutes Anfangs-Buch. 


✰✰✰✰/✰✰✰✰✰

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